Geräte und Werkzeug
Die Grundausstattung
Für ein durchschnittliches Grundstück reicht weniger Werkzeug, als der Handel nahelegt. Ein Spaten, eine Grabegabel, eine Harke, eine Astschere, eine Gartenschere und ein Rasenmäher decken den größten Teil ab. Alles Weitere ergibt sich aus der konkreten Situation.
Bei Handwerkzeug lohnt sich Qualität an einer Stelle besonders: bei allem, was schneidet. Eine gute Gartenschere lässt sich nachschärfen und in Teilen ersetzen, eine billige wird nach zwei Saisons weggeworfen.
Schneiden: der entscheidende Punkt
Ob Rasenmähermesser, Heckenschere oder Gartenschere – stumpfe Schneiden reißen das Pflanzengewebe, statt es zu trennen. Die Wunde ist größer, trocknet schlechter ab und wird anfälliger für Krankheiten.
Beim Rasen sieht man das am deutlichsten: Nach dem Schnitt mit stumpfen Messern wirkt die Fläche zwei Tage später gräulich, weil die aufgerissenen Halmspitzen antrocknen. Mit scharfen Schneiden bleibt der Schnitt glatt und die Fläche gleichmäßig grün.
Wartung, die tatsächlich etwas bringt
- Nach jedem Einsatz: Pflanzenreste entfernen, besonders bei feuchtem Schnittgut.
- Einmal im Monat: bewegliche Teile ölen, Schrauben auf festen Sitz prüfen.
- Einmal pro Saison: Schneiden nachschärfen oder tauschen, bei Verbrennern Öl und Luftfilter.
- Vor dem Winter: gründlich reinigen, Metallteile leicht einölen, Akkus bei etwa halber Ladung lagern.
Lagerung entscheidet über die Lebensdauer
Der größte Feind von Gartengeräten ist nicht der Einsatz, sondern die Pause. Feuchtigkeit im Schuppen, Kraftstoff im Tank über den Winter und tiefentladene Akkus richten mehr Schaden an als eine ganze Saison Arbeit.
Bei Akkugeräten gilt: nicht voll und nicht leer einlagern, sondern bei etwa fünfzig bis sechzig Prozent, an einem Ort ohne Frost. Bei Verbrennern entweder den Tank leer fahren oder auf Alkylatbenzin umstellen, das deutlich länger stabil bleibt.